Mikrowellenherd: Funktionsweise der Mikrowellen-Geräte
Mit Mikrowellengeräten werden im Haushalt Speisen erwärmt. Doch wie funktioniert eigentlich ein Mikrowellenherd? Mikrowellen machen sich hochfrequente elektromagnetische Felder zunutze. Diese werden meist als HF-Felder bezeichnet. In der Küche kommen HF-Felder mit Frequenzen von 2,45 GHz in Mikrowellengeräten zum Einsatz.
Während im Backofen heiße Luft und auf dem Kochfeld die heiße Fläche die Speisen erhitzt, erfolgt dies beim Mikrowellenherd durch Absorption. D.h. die Mikrowellen versetzen die Wassermoleküle im Gargut in Schwingungen. Die daraus resultierenden Bewegungen erzeugen die Wärme. Das wichtigste Bauteil in einem Mikrowellenherd ist die Senderöhre (Magnetron) für Mikrowellen. Sie strahlt diese mit einer Frequenz von 2,45 GHz und einer Sendeleistung von einigen hundert Watt ab.
Damit die Speisen gleichmäßig gegart werden, wird auch eine gleichmäßige Verteilung der Mikrowellenstrahlung innerhalb des Gerätes vorausgesetzt. Dazu sind moderne Mikrowellen fast immer mit einem Drehteller ausgestattet. Außerdem werden die Wellen an den Wänden und er Tür sowie über ein sich drehendes Flügelrad reflektiert. V.a. um die Gefahr einer Salmonelleninfektion vorzubeugen ist ein gleichmäßiges Durchgaren wichtig. Wenn bei der Zubereitung in der Mikrowelle manche Stellen nicht genügend erhitzt werden, können sich dort die Bakterien, insbesondere Salmonellen, binnen Minuten rasant vermehren. Um das zu vermeiden, sollte man auch beim Drehteller die Speisen zwischendurch umrühren.
Wegen der Reflexion der Mikrowellenstrahlung dürfen keine Metallgegenstände (wie etwa Edelstahlbecher, Löffel etc.) in die Mikrowelle. Selbst bei Geschirr mit Gold- oder Silberrand kann es zum Funkenschlagen kommen. Deshalb besteht mikrowellengeeignetes Geschirr aus Porzellan, Glas oder Kunststoff und enthält niemals Metallelemente.
Tags: Küche, Mikrowelle, tippsKommentare
Einen Kommentar schreiben:

