Ratgeber Backofen: Hilfe beim Blick in die Röhre

Foto: Christine Schonschek
Oftmals werden Backöfen zusammen mit dem Herd (Kochfeld) angeboten. Es gibt aber auch separat erhältliche Einbaugeräte bzw. Minibacköfen. Ob man sich nun für das entsprechende Kombimodell zum Kochfeld, einen Einbaubackofen oder für ein Standalone-Gerät entscheidet, bei der Auswahl der entsprechenden Brat- und Backröhre gilt es einige Kriterien zu beachten, damit man später viel Freude damit hat. Die Gewichtung der unterschiedlichen Eigenschaften und Funktionen muss jedoch jeder Anwender für sich entscheiden.
Unterschiedlichste Modellvarianten: Backofen-Typen

Foto: Siemens
Klassischer Weise findet man den Backofen direkt unterhalb des Kochfeldes. Meistens sind die Backofentüren dann nach unten klappbar. Zur Bestückung sind hierbei Teleskopauszüge von Vorteil. Ebenfalls gut bestücken mit Braten, Plätzchen und Co. lässt sich ein nach vorne ausziehbarer Backwagen. Praktisch sind auch die sogenannten Wandbacköfen, weil sie prinzipiell auf Augenhöhe in der Küche angebracht werden. Modelle wie der Siemens HB 78 P 570 ermöglichen so ein ergonomisches Backerlebnis. Bei ihnen kann man den Backwagen nach unten bewegen. Es gibt aber auch noch andere Einbaubacköfen, welche rückenschonend in Augenhöhe montiert werden. Manche davon sind, wie Mikrowellen, mit einer seitlich zu öffnenden Tür ausgestattet. Für kleine Haushalte oder auch für größere Familien als Zusatzgerät sind Minibacköfen empfehlenswert. Diese gibt es inzwischen immer öfter auch als Multifunktionsbacköfen. Multifunktionsgeräte eignen sich ideal zum energiesparenden Auf- oder Fertigbacken von Brötchen, Pizza etc.
Energieeffizienz ist bei Backöfen Trumpf
Um nicht unnötig Energie zu verschwenden, sollte die Größe des Innenraums an die Haushaltsgröße sowie an die Nutzungsdauer und -gewohnheiten angepasst werden. Denn knapp zwölf Prozent des durchschnittlichen Stromverbrauchs gehen im Privathaushalt auf das Konto von Kochen und Backen. Das Öko-Institut e.V. weist darauf hin, dass Gasöfen die energiesparendsten Backofentypen sind. Da jedoch nicht in jedem Haushalt ein Gasanschluss vorhanden ist, sollte man sich bei einem Elektrobackofen nur für einen aus der Energieeffizienzklasse A entscheiden. Bei diesen Geräten, mit einem Volumen von 35 bis 64 Litern, darf der Energieverbrauch für einen genormten Backgang 0,79 Kilowattstunden nicht überschreiten. Weiterhin empfiehlt EcoTopTen auf weitere Funktionen wie Heiß- bzw. Umluft sowie Ober- und Unterhitze zu achten. Als sparsam kann sich auch eine intelligente Beleuchtungslösung erweisen. Wenn der Innenraum des Backofens mit LED-Streifen ausgeleuchtet wird, hat man sogar einen noch besseren Blick auf den Backvorgang. Energetisch sinnvoll ist auch die Restwärmenutzung. Vor allem bei Backvorgängen, die länger als eine Stunde dauern, lohnt es sich, den Ofen schon etwa 10 Minuten vor Ende der Garzeit auszuschalten.
Backen, Braten, Grillen und auch Garen: Beheizungsarten von Backöfen

Foto: LG Electronics
Neben den mittlerweile fast standardmäßigen Beheizungsarten wie Ober-/Unterhitze und Heiß-/Umluft gibt es noch eine ganze Reihe weiterer. Damit die Schwarte auf dem Braten richtig schön knusprig wird, übergrillt man diesen im Backofen. Viele Modelle bringen die Beheizungsart Grillen mit. Vor allem in kleineren Küchen ist ein Multifunktions-Gerät mit integrierter Mikrowelle vorteilhaft, wie zum Beispiel der LG Pizza-Griller MD3248YZ. In der gesunden Küche wird viel Wert auf eine vitaminschonende und fettarme Speisenzubereitung gelegt. Diesen Ansprüchen kommen multifunktionalen Backofen nach mit Funktionen wie Dampf- oder Biogaren. Möglich sind aber auch Kombinationen aus verschiedenen Beheizungsarten.
Einfache Steuerung, weniger Putzen: Komfortfunktionen in Backöfen

Foto: Miele
Viele im Alltag praktische Komfortfunktionen bringen moderne Backöfen mit. Ein hohes Maß an Flexibilität ermöglicht etwa eine programmierbare Steuerung. Beim Braten und Backen bleiben Spritzer oder Verkrustungen nicht aus. Hat man einen selbstreinigenden Backofen, kann man diese nach dem Backvorgang mühelos entfernen. Es gibt verschiedene Reinigungs-Systeme: Glatt-Emaille, die katalytische und die pyrolytische Selbstreinigung. Bei der Glatt-Emaille handelt es sich um eine glasartige Beschichtung des Innenraums. Darauf können Verschmutzungen nicht haften und einbrennen. Für die anschließende Reinigung genügen ein weiches Tuch sowie eine warme Spülmittellauge. Die Hersteller bezeichnen dieses Prinzip der Reinigungshilfe unter anderem als ActivEmail, PerfectClean, GlanzEmail oder LongClean-Email. Die LGA QualiTest GmbH, TÜV Rheinland, hat Mieles patentierte Oberflächenveredelung PerfectClean getestet und hat mit der Gesamtnote “sehr gut” bewertet. Miele veredelt mit PerfectClean aber nicht nur den Backraum, sondern auch noch die Backbleche, Zubehörteile sowie die seitlichen Aufnahmegitter. Bei der katalytischen Selbstreinigung werden die Lebensmittelrückstände im Wesentlichen unter Einfluss von Sauerstoff zu Wasserdampf und Kohlendioxyd umgewandelt, bei der pyrolytischen Selbstreinigung durch hohe Temperaturen verdampft. Auch die Außenseite muss man nicht dauernd polieren, wenn die Gehäusefront mit einer Antifinger-Beschichtung versehen ist.
Keine verbrannten Finger oder Kuchen: Sicherheitsfunktionen im Backofen
Zumindest was die Vorderseite der Tür angeht müssen verbrannte Finger nicht sein. Entscheidet man sich nämlich für ein Modell mit Gehäusekühlung, also mit einer hitzeschutzverglasten Front, wird die Tür außen während des Backvorgangs nur noch warm aber nicht mehr heiß. Ein vergessener Kuchen oder Braten im Backofen kann, wenn er verbrennt, ordentlich stinken und ist brandgefährlich. Um diese Risiken zu minimeren statten die Hersteller die Geräte mit einer Abschaltautomatik aus. Die Bedienknöpfe am Backofen sind auch immer wieder für die Kleinsten interessant. Um zu verhindern, dass der Backofen von ihnen angeschaltet werden kann sollte man auf eine Kindersicherung nicht verzichten.
Tags:Backen, Backofen, Einbaugerät, Energieeffizienz, Grill, kaufberatung, Mikrowelle, RatgeberKommentare
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