Ratgeber Elektro-Grill: Sicheres und schnelles BBQ ohne Qualm

Christine Schonschek

Foto: Christine Schonschek

Sommerzeit ist Grillzeit. So denken viele. Doch wenn man mal von den qualmenden Outdoorgrills, die mit Holzkohle befeuert werden, absieht, kann man der Brutzelleidenschaft eigentlich das ganze Jahr über nachgehen. Denn i.d.R. können die elektrisch beheizten Grills auch in der Wohnung betrieben werden. Elektro-Grills haben außer der Möglichkeit zur Ganzjahresnutzung noch weitere Vorzüge verglichen mit Holzkohlegrills. Dazu gehört die einfachere und schnellere Handhabung, schließlich muss nicht erst Grillkohle zum Glühen gebracht werden. Ein weiterer Vorteil liegt in der Sicherheit und der Gesundheit, denn gefährliche und stinkende Brandbeschleuniger werden nicht benötigt. Letzteres kann beim Holzkohlegrill zu heftigen Rauchschwaden führen und löst nicht unbedingt Freude bei den Nachbarn aus.

Elektro-Grills: Ähnlich wie Holzkohlegrills nur komfortabler

Severin

Foto: Severin

Im Bereich der Elektrogrills kann man zunächst zwischen den Bauformen Tischgrill für die gesellige Runde und flexibler aufstellbaren Standgrills unterscheiden. Viele Standgrills verfügen noch über eine oder mehrere Ablageflächen, wo weiteres Grillgut, Beilagen, Grillzange und andere Utensilien parat gelegt werden können. Ähnlich wie Holzkohlegrills gebaut sind solche Grillgeräte, bei denen unter dem Rost die sichtbare Heizschlange sitzt. In der Regel muss die darunter befindliche Metallschale zur Abkühlung mit Wasser befüllt werden. Bei diesen wassergekühlten Elektrogrills wie dem Severin PG 2781 sollte man im Innenbetrieb allerdings beachten, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum stark ansteigen kann. Nach dem Brutzelvergnügen ist also eine ausreichende Lüftung erforderlich. Erhältlich sind diese Modelle sowohl als Tisch- als auch als Standgrill. Mit einem elektrischen Heizelement erhitzt werden können auch Lavasteine. Beim Lavasteingrill nehmen die unregelmäßig geformten Steine die Hitze auf und geben sie gleichmäßig an das Grillgut ab.

Unverzichtbares Grill-Zubehör: Windschutz oder Haube

Russell Hobbs

Foto: Russell Hobbs

Grillen im Garten oder auf dem Balkon macht Freude. Doch dabei sollte der Wind das Grillgut nicht direkt wieder auskühlen. Deshalb verfügen die meisten Grillmodelle über einen Windschutz. Manche sind sogar mit einer Haube ausgestattet oder auch als Kugel- bzw. Räuchergrill generell mit einem Deckel ausgestattet, worunter sich die Hitze bzw. der Rauch sammeln kann. Nicht nur für richtig heißes Grillgut, auch für feurige Sounds sorgt zum Beispiel der Fitness Grill’n’Sound Elektrogrill. Er gibt sich im FIT FOR FUN by George Foreman-Design noch dazu ganz trendy. In dieses auch mit einer Haube ausgestattete Spezialmodell hat Russell Hobbs nämlich ein Soundsystem integriert.

Multifunktionale oder spezielle Elektro-Grill-Talente

Rommelsbacher

Foto: Rommelsbacher

Ohne Wasser-Auffüllen und späteres Ausleeren der Wanne kommt man mit einem Kontaktgrill aus, welcher in der Regel auch als Tischgrill zu haben ist. Damit gelangt man also noch schneller zu Grillfleisch, -würstchen und Co. Manche dieser klappbaren Grills sind sogar mit auswechselbaren Platten ausgestattet und können daher auch noch als Sandwichmaker und Waffeleisen verwendet werden. Aber auch anderen Köstlichkeiten wie knusprigen Paninis kann eigentlich kaum jemand widerstehen. Solche italienischen Brote gelingen etwa mit dem Rommelsbacher KG 2400 ganz einfach. Zu den weiteren besonderen Grill-Geräten gehören auch solche, die extra für die Zubereitung bestimmter Speisen wie Döner, Schaschlik und Hähnchen entwickelt worden sind. Asiatisch exotische Grillfreuden kommen beim Teppan Yaki auf. Dabei handelt es sich um eine rechteckige oder runde Platte, die sich beim Erhitzen leicht nach innen wölbt. So sammeln sich Fett und Bratensäfte in der Mitte der Platte. Grillen wie die Spanier dagegen wird mit einem sogenannten Plancha Grill ermöglicht. Von Auberginen bis Zucchini lassen sich darauf verschiedenste Gemüsesorten aber auch Meeresfrüchte und Fleisch bei Temperaturen von etwa 300°C braten.

Praktische Details: Rollen, Spülmaschineneignung…

Irgendwann ist die gesellige Grillparty zu Ende und zurück bleibt der Gastgeber mit Geschirr und Grill. Damit die Aufräum- und Reinigungsarbeiten schnell von der Hand gehen, sollte man ein paar Kriterien beachten. Um Rost, Fettauffangbehälter und Grillplatten einfach säubern zu können, sollte man sowohl auf eine Antihaftbeschichtung als auch auf eine Eignung für Spülmaschinen Wert legen. Praktisch bei schwereren Geräten sind Rollen. Somit kann der Standgrill schnell in die Abstellkammer gefahren werden.

Fazit: Wer also seine Nachbarn nicht mit beißendem Qualm verärgern möchte, greift am besten zum Elektro-Grill. Was die Qualmentwicklung anbelangt, rät die Stiftung Warentest allerdings, die Finger besser von Glaskeramikgrills zu lassen.

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