Ratgeber Kaffeepadmaschine: Pad und Kapsel auf dem Vormarsch

Foto: pixelio / AliceMunger

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Die schnelle Tasse Kaffee zwischendurch: Kaffeepad- und kapselsysteme machen es möglich. Jedes Pad und jede Kapsel ist genau für eine Tasse portioniert. Das schnelle Brühkonzept ist unkompliziert und bietet eine extrem kurze Zubereitungszeit. Mittlerweile stehen dem Kaffeeliebhaber Pads und Kapseln in mannigfaltigen Geschmacksvariationen zur Verfügung. Ob ein klassischer Kaffee in milder, starker oder entkoffeinierter Version oder ein Cappuccino, ein Espresso und sogar ein Tee oder Kakao – die Kapsel- und Kaffeepadmaschinen sind auf dem Vormarsch und erobern die Küchen und Büros. Bloße Kaffeemaschinen oder Inbegriff eines Lebensstils, wie die Werbung suggerieren will?

Foto: pixelio / S.Hainz

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Idee und Entwicklung der Padmaschine

Herkömmlicher Kaffee in Form von Bohnen und Pulver war dem Kunden langweilig geworden. Der Kaffeemarkt stagnierte. So gingen Umsätze und Gewinne auf dem umkämpften Kaffeemarkt zurück und die Industrie war gezwungen, sich neue Konzepte einfallen zu lassen. Die Beliebtheit von diversen Kaffeevariationen in der Gastronomie war hier die ausschlaggebende Inspiration. Schaumkronen auf Espresso sollten nicht länger den Cafés vorbehalten bleiben. Ebenso sollten die allmählich in die Privathaushalten einziehenden Kaffeevollautomaten ein vereinfachteres Modell gegenüber gestellt bekommen. Die Idee der Kaffeepadmaschine war geboren. Einfachheit, Variabilität im Geschmack und die Betonung des Lifestyle-Aspektes waren die ersten Verkaufsargumente.
Eine der ersten Maschinen, die auf dem Markt eingeführt worden, war 2001 die Senseo Kaffeepadmaschine von Philips. Sie erfreute sich schnell steigender Beliebtheit, so dass Nachfolgemodelle nicht lange auf sich warten ließen. Ab Ende 2002 wurde auch der deutsche Markt entdeckt. Die eigens für diese Maschine von Douwe Egberts hergestellten Kaffeepads konnten in einem langen Rechtsstreit auf europäischer Ebene kein Patent erzielen, so dass der Weg im Herbst 2006 schließlich auch für andere Kaffeeröster wie Melitta, Jacobs oder Dallmayr frei war, eigene Pads für die Senseo-Maschinen herzustellen.

Foto: Petra

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Hersteller und Maschinen

Inzwischen haben sich einige Kaffeepad- und kapselsysteme im Kaffeemarkt etabliert. Zu den bekanntesten zählen neben Senseo von Philips und Douwe Egberts die Tassimo-Maschine von Bosch, bzw. Braun und Kraft Foods, Nespresso von Nestlé, MyCup von Melitta, Dolce Gusto von Krups und Nestlé, Caffita von Gaggia und Cafissimo von Tchibo. Der Kaffeeliebhaber hat die freie Wahl.
Das erste Kaffeepadsystem ist Senseo, das 2001 von Philips und Douwe Egberts entwickelt wurde. Senseo heißen sowohl die Maschine als auch die speziell hierfür angefertigten Kaffeepads. Mittlerweile erfreuen sich auch Maschinen anderer Hersteller einer wachsenden Beliebtheit wie die Padmaschine KM 42.17 Artenso von Petra, die im Dezember 2008 von Öko-Test als Testsieger mit der Gesamtnote gut bewertet wurde. Die Funktionsweise der Pad-Maschinen ist dabei recht einfach: Ein Pad aus Filterpapier mit vorportioniertem Kaffee von 7g wird in das Gerät auf einen Padhalter gelegt. Es gibt auch Padhalter in doppelter Größe, auf die zwei Pads für zwei Tassen Kaffee passen. Das Wasser wird nicht wie bei einer herkömmlichen Kaffeemaschine kontinuierlich gekocht, um dann in den Filter mit dem Kaffeepulver zu gelangen. Die Padmaschine erhitzt das Wasser vollständig auf 90° C und pumpt es anschließend innerhalb von ca. 40 Sekunden durch das Pad. Die beliebte Schaumkrone oben auf dem Kaffee wird mit Hilfe einer speziellen Schaumkammer in der Maschine erzeugt. Die Kaffeepads sind eigens auf dieses Brühverfahren in ihrer Form, ihrer Mischung, ihrem Mahlgrad sowie der Röstung der Kaffeebohnen abgestimmt.

Foto: Bosch

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Das erste Kaffeekapselsystem lieferte 2005 der Hersteller Kraft Foods mit Tassimo-Kapseln. Hersteller der dafür vorgesehenen Maschinen war zunächst das Unternehmen Braun. Die erste Generation von Tassimo-Automaten läuft so auf den Namen Braun. Im Frühjahr 2008 gab Braun den Vertrieb der Geräte auf und Bosch übernahm die Produktion. Die neueste Generation ist der Tassimo TAS 6515 von Bosch.
Die aus Kunststoff hergestellten Tassimo-Kapseln heißen T-Discs. Egal ob Kaffee, Espresso, Tee oder Kakao, die Zubereitung des Getränks erfolgt unmittelbar in der Kunststoffkapsel. Auf diese Weise muss das Gerät nicht erst gereinigt werden, sobald der Nutzer eine andere Sorte wählt. Durch einen Strichcode, der sich auf der Vorderseite der T-Disc befindet, erfährt die Tassimo-Maschine die passende Zubereitungsart für das gewählte Getränk. Für die verschiedenen Sorten der Tassimo T-Discs greift Kraft Foods auf eigene Marken wie Jacobs Kaffee, Kaffee HAG, Twinings oder auch Suchard zurück. Ein ganz eigenes Kaffeekapselsystem entwickelten Hersteller wie Krups mit seiner Nescafé Dolce Gusto KP 2100 und seinen Nespresso Modellen oder auch DeLonghi etwa mit der Lattissima EN 680.M oder der Essenza EN 185.M.

Foto: pixelio / BirgitH

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Kritik an den Kaffeepad- und kapselmaschinen

Die unglaubliche Sortenvielfalt von Kaffeepads und –kapseln machen diese Form des Kaffeegenusses so beliebt. Flexibel lassen sich mit ein und demselben Gerät diverse Kaffeevariationen auf einfache Weise erstellen. Der Anschaffungspreis der Maschinen liegt mit einem Preis ab unter 100,- Euro erschwinglichen Bereich und ist deutlich günstiger als Kaffeevollautomaten.
Jedoch sind die Folgekosten für diese Maschinen in Form der Pads und Kapseln deutlich höher als für herkömmlichen Kaffee. Da die Systeme untereinander nicht kompatibel sind, sind für jeden Maschinentypen eigene Pads oder Kapseln erforderlich. Pro Gramm Kaffee muss jedoch mehr gezahlt werden als bei normalem Filterkaffee. So kostet eine Tasse Kaffee, die von einer Padmaschine zubereitet wurde, zwischen 8 und 14 Cent. Die durchschnittlichen Kosten einer Tasse normalen Filterkaffees liegen bei rund 4 bis 7 Cent. Durch die größer werdende Vielfalt im damit Konkurrenz von Pad-Herstellern entspannt sich diese Lage jedoch zusehends.

Weiterlesen: Ratgeber Kaffeevollautomaten

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