Ratgeber Mikrowellen: Stromspar-Alternative zum E-Herd und Backofen

Christine Schonschek

Foto: Christine Schonschek

Schnell noch die vom Mittagessen übrig gebliebenen Reste aufwärmen oder ein Fertiggericht erhitzen – das und noch viel mehr leisten moderne Mikrowellen. Sinnvoll sind die vielseitigen Küchengeräte vor allem zum Erwärmen und Garen von kleinen Portionen zwischen 250 bis 500 Gramm. Hier sind sie eine echte Stromspar-Alternative. Mit dem entsprechenden Equipment kann man sogar ein einzelnes Frühstücksei in der Mikrowelle zubereiten. Außerdem ist in den zahlreich erhältlichen Kombinationsgeräten unter Umständen auch Grillen bzw. Backen mit Hilfe von Heißluft möglich. Doch welche Kriterien gilt es bei der Auswahl eines solchen sparsamen und praktischen Küchenhelfers zu berücksichtigen?

Mikrowellen-Größen: Durchmesser Drehteller, Garraum-Volumen

Zuerst gilt es natürlich einmal zu klären, wie oft ein Mikrowellen-Gerät zu Einsatz kommen soll. Dabei, aber auch bezüglich des Garraumvolumens, spielt die Haushaltsgröße eine wichtige Rolle. Der Garraum wird üblicherweise in Liter angegeben. Je nach vorhandenem mikrowellengeeignetem Geschirr sollte man auch einen Blick auf den Durchmesser des Drehtellers werfen. Denn was nützt eine Mikrowelle, wenn der voluminöse Pastateller oder die recht breite Teller-Abdeckhaube nicht hineinpasst?

Mikrowellen-Bauart: Freistehend oder eingebaut?

LG Electronics

Foto: LG Electronics

Je nach Art und Größe der Küche, in welcher der Mikrowellen-Herd eingesetzt werden soll, kommen verschiedene Bauarten in Frage. Wer nur wenig Arbeitsfläche hat, für den ist ein einbaufähiges Modell von Vorteil. Solche Einbaugeräte, wie etwa die LG MG-5887 KIT, können in die Küchenfront integriert werden. Ein weiterer Vorzug dieser Lösung ist die ergonomische Montage in Augenhöhe. Möglich sind aber auch unterbaufähige Modelle, welche unter dem Hängeschrank angebracht werden. Darunter bleibt dann noch etwas Ablagefläche auf der Arbeitsfläche. In einer geräumigen Küche kann man in der Regel ein Standgerät gut unterbringen.

Mikrowellen-Produkttypen und Beheizungsarten: Von erwärmen bis backen

Panasonic

Foto: Panasonic

Berücksichtigung sollten auch die gewünschten Einsatzzwecke finden, also ob das Gerät häufiger zum Erwärmen, Garen oder Auftauen bzw. für andere Gararten verwendet werden soll. Vor allem bei kleineren Speisemengen ist eine Mikrowelle eine unschlagbare Alternative zum Elektroherd oder Backofen. Sollen üblicherweise nur Gerichte erwärmt und vielleicht aufgetaut werden, dann reicht ein einfaches Modell prinzipiell aus. Viele aktuelle Modelle bringen neben der eigentlichen Mikrowellenfunktion auch noch einen Grill mit. So etwa die von Öko-Test in der Ausgabe 2/2009 mit „gut“ bewertete Panasonic Mikrowelle NN-GD368M mit Inverter-Grill. Damit kann man erwärmten Speisen, wie zum Beispiel einer Lasagne, abschließend noch eine Kruste verleihen. Möglich ist bei vielen Geräten sogar ein Kombinationsbetrieb von Mikrowelle und Grill.  Wer allerdings regelmäßig eine Tiefkühlpizza zubereiten möchte, für den könnte sich der Kauf eines Kombigerätes inklusive Heißluft-Funktion auszahlen. Einige Modellvarianten bringen sogar noch die Funktion Dampfgaren mit. Diese vitaminschonende Garmethode erfreut sich in der letzten Zeit einer wachsenden Beliebtheit.

Mikrowellen-Bedienung / Display: Analog oder digital

Candy

Foto: Candy

Vor allem in Familien, in denen der Mikrowellenherd täglich zum Einsatz kommt, erweist sich eine vielfältige Programmauswahl als hilfreich. In Sachen Bedienkomfort wird zwischen den analog und den digital zu bedienbaren Geräten unterschieden. Während die ersteren weniger kosten, bieten die digitalen eine sekundengenaue Programmierung. Diese kann entweder über Drehregler oder auch über Sensortasten vorgenommen werden. Bei den analogen Modellen kann die Garzeit über einen Timer (vergleichbar mit einer aufziehbaren Eieruhr) eingestellt werden. Hingegen verfügen die digitalen Geräte in der Regel über folgende Bedienfunktionen: Automatik, Gewicht, Quick Start sowie ggf. eine Speicherfunktion und eine entsprechende Taste. Damit lassen sich öfter verwendete Kombinationen für das Lieblingsgericht speichern, so dass sie später mit nur einem Knopfdruck gestartet werden können. Dies ermöglicht beispielsweise die fröhlich gelbe Candy CMW 7317.

Alles Sauber: Selbstreinigung, antibakteriell

Samsung

Foto: Samsung

Kochen macht vielen Menschen Spaß, doch auf langwierige Reinigungsaktionen haben nur wenige Lust. Darauf haben sich auch die Küchengerätehersteller eingestellt und konzipieren ihre Geräte so, dass die Anwender sich nicht mehr lange mit Putzen aufhalten müssen. Von Vorteil sind Edelstahlgarräume oder Funktionen wie Selbstreinigung. Über letztere verfügt u.a. die Samsung GE 89 M. Ist ein Gerät mit einer verspiegelten Front ausgestattet, sollte man dafür auf eine Antifinger-Beschichtung achten. Um ein hohes Maß an Hygiene zu gewährleisten ist eine antibakterielle Ausstattung auf jeden Fall sinnvoll. Aber auch die Geräte selbst sorgen in der Küche für eine Reduktion von Keimen, etwa in Lappen und Schwämmen.

Mikrowellen-Leistung: Je höher, umso schneller

Je höher die Mikrowellenleistung ist, umso weniger Zeit benötigt ein Gericht zum Garen. Wie auch bei den zahlreichen anderen Kriterien variiert auch die Leistung sehr stark voneinander. Angefangen von den Modellen mit einer Leistung zwischen 450 bis 850 Watt bis hin zu den Premium-Geräten ab 1000 Watt ist die Auswahl enorm. Eine Mikrowellenleistung von 1000 Watt bietet beispielsweise die Neff CW 5740.

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