Ratgeber Rauchmelder: Im Trend liegen Funkrauchmelder

Foto: pixelio / GregorReisch

Foto: pixelio.de / GregorReisch

In immer mehr Bundesländern verpflichten Bauordnungen in Neubauten, Rauchmelder zu installieren. Ende 2009 muss jedes Haus, Neu- und Altbau, in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Schleswig-Holstein Rauchmelder in Schlaf-, Kinderzimmer und im Flur vorweisen. Weitere Bundesländer folgen. Wie Finanztest 03/2009 darstellt, sind weit verbreitet die Mieter selbst für den Einbau verantwortlich und müssen bei Nichterfüllung im Falle eines Brandes mit Schadenersatzklagen rechnen. Sind Rauchmelder also wirklich sinnvoll und worauf ist bei der Anschaffung zu achten? Gibt es Qualitätshinweise für Rauchmelder, die besonders verlässlich sind?

Foto: pixelio / GerdAltmann

Foto: pixelio.de / GerdAltmann

Rauchmelder retten Leben

Die Gesetzeslage in Deutschland zur Rauchmelderpflicht ist Ländersache und daher bundesweit nicht einheitlich. In sieben Bundesländern ist der Rauchmelder in Neubauten inzwischen Pflicht. Jährlich gibt es in Deutschland 600 Brandopfer, davon die meisten im eigenen Haushalt, 6000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und es entstehen dabei über eine Mrd. Euro Brandschäden im Privatbereich. Dabei ist längst nicht nur Fahrlässigkeit eine der Ursachen für die etwa 200.000 Brände im Jahr. Oft sind es technische Defekte, die einen sogenannten Schwelbrand auslösen, der bei niedriger Brandtemperatur giftige Gase erzeugt. Nur wenige Atemzüge des Rauches führen zunächst zur Bewusstlosigkeit, dann zum Tode. 80 bis 90 Prozent der Betroffenen werden Opfer des Rauches und nicht der Flammen.

Foto: Merten

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In der kalten Jahreszeit kommt eine weitere Gefahrenquelle für Brände hinzu. Viele Menschen machen es sich gerne abends mit Kerzen und am Kamin gemütlich. Um sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen, ist die Anschaffung eines Rauchmelders in diesem Fall unerlässlich. Ein Winterangebot bietet die Firma Merten mit ihren Argus Rauchmeldern. Sie sind einfach in der Bedienung sowie unauffällig und zeitgemäß im Design, so dass sie für Privathaushalte gut geeignet sind.
Nach Entstehung eines Schwelbrandes bleiben 4 Minuten, sich in Sicherheit zu bringen. Das ist nicht viel Zeit – vor allem nachts, wenn man schläft und den Rauch daher nicht bemerkt. Ein Rauchmelder bemerkt innerhalb von 2 Minuten den Rauch und schlägt Alarm. So gewinnt der Betroffene wertvolle Zeit zur Flucht und um die Feuerwehr zu alarmieren.
Raucher können jedoch beruhigt sein: Zigarettenrauch löst bei qualitativ hochwertigen Rauchmeldern keinen Alarm aus, es sei denn die Zigarette wird unmittelbar unter den Melder gehalten.

Foto: Gira

Foto: Gira

Rauchmelder – gängige Modelle

Optische bzw. Photoelektrische Rauchmelder sind die gängigste Variante. Sie reagieren, wenn sich in der Luft Rauchpartikel befinden. Diese Rauchpartikel reflektieren das Prüf-Licht des Melders. Das reflektierte Licht, auch Streulicht genannt, fällt auf einen Sensor, der den Alarm auslöst. Optische Rauchmelder sind in einer Vielzahl erhältlich. Der FlammEx GEV Rauchmelder meldet sich minütlich mit einem Piepton, wenn die Batterie gewechselt werden muss und der Gira Rauchmelder 114402 bietet neben einer Batteriewechselanzeige einen Testknopf, mit dem sich regelmäßig Funktionstest durchführen lassen.
Ionisationsrauchmelder sind in Deutschland nur selten eingesetzt. Sie arbeiten mit einem radioaktiven Strahler und können unsichtbare Rauchpartikel erkennen, die kaum Licht reflektieren. Jedoch sind die Auflagen hier strenger. Aufgrund der Radioaktivität der Geräte unterliegen sie den Strahlenschutzverordnungen. Bei sachgemäßem Gebrauch und Entsorgung geht von ihnen keine Gefahr aus. Nur im Brandfall muss der gesamte Brandschutt nach den Geräten durchsucht werden, die dann fachgerecht entsorgt werden müssen. Dies erfordert Zeit und verursacht zusätzliche Kosten.

Foto: Abus

Foto: Abus

Rauchmelder – Trends und Sonderfälle

Rauchmelder geben akustische Signale. Für hörgeschädigte Menschen bietet das Warnsystem Ei170RF-D der Firma Ei Electronics besonderen Schutz durch optische Signale mit einer zusätzlichen Vibrationsfunktion. Das Ei170RF-D wird neben das Bett gestellt und in Form eines speziellen Vibrationskissens unter das Kopfkissen gelegt. Es ist durch Funk mit Ei605-Rauchmeldern verbunden.
Ein im Trend liegender Sonderfall im Rauchmelder-Angebot sind die Funkrauchmelder. Im Schlaf- und Kinderzimmer sowie im Flur sollten Rauchmelder installiert sein. Damit auch im Schlafzimmer der Alarm losgeht, wenn der Rauchmelder im Kinderzimmer anschlägt, können Rauchmelder über Funk vernetzt werden. Vor allem in großen Wohnungen oder in Wohnungen und Häusern über mehrere Etagen sind diese Rauchmelder zu empfehlen. Diese Sonderausstattung hat ihren Preis und die Geräte sind in der Anschaffung zunächst etwas teurer als Rauchmelder ohne Funk. Jedoch bieten sie eine noch höhere Sicherheit, wie etwa der Funkrauchmelder von Brennenstuhl BR 102 F oder der Abus RM04 Li VdS Funk, der sich mit einer unbegrenzten Anzahl weiterer Melder verbinden lässt.
Die vertrauenswürdigsten Rauchmelder sind mit dem CE-Zeichen inklusive einer Prüfnummer und der Din-Angabe „EN 14604“ versehen. Das CE-Zeichen gibt an, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf. Zusätzliche Sicherheit gibt das VdS-Prüfzeichen, das bei Rauchmeldern vergeben wird, die regelmäßigen Qualitätskontrollen unterliegen. Leider steht ein aktueller Test der Stiftung Warentest aus.

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Kommentare

5 Kommentare zu “Ratgeber Rauchmelder: Im Trend liegen Funkrauchmelder”

  1. Dennis am 23. Feb 2009 um 23:35

    Ein sehr interessanter Text mit wichtigen Informationen! Leider wissen die wenigsten davon, wie gefährlich ein Brand vor allem Nachts ist wenn man schläft. Der giftige Rauch wird beim schlafen nicht wahrgenommen, denn der Menschliche Geruchsinn ist in dieser Zeit nicht aktiv.
    Laut Test.de ist aber der Wohnungseigentümer für den Einbau eines Rauchmelders zuständig, nur in Mecklenburg-Vorpommern sind es die Mieter.

  2. Bass Assassin am 23. Jul 2009 um 20:44

    Ich finde den Artikel auch sehr interessant. Ich denke das die Gefahren vom Ausbruch eines Brandes (gerade Nachts) leider immer noch sehr unterschätzt werden. Dabei kann man hier doch wirklich mit kleinem Einsatz einen sehr großen Nutzen haben.

  3. rechnung online schreiben am 24. Jul 2009 um 20:11

    Eigentlich sollte man Rauchmelder zur Pflicht machen. Was man damit an Schaden verhindern könnte ist, denke ich, wahnsinnig hoch.

  4. Pfeffer am 17. Sep 2009 um 09:29

    Soll doch bald kommen, die Pflicht?

  5. Hartmut am 14. Apr 2010 um 08:35

    rauchmelder bei stiftung warentest wären wirklich mal was sinnvolles. geht hier schließlich um sicherheit, da wären verlässliche tests total wichtig.

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