Ratgeber Wäschetrockner: Mit Wärmepumpe zum Energiesparen

Foto: pixelio/dg

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Die herkömmliche Art und Weise, Wäsche zu trocknen, ist sicher auch die preiswerteste und umweltschonendste Variante. Doch Wäscheständer und Wäscheleinen erhalten zunehmend Konkurrenz von platzsparenderen Alternativen – den Wäschetrocknern. Dabei sparen diese nicht nur Platz, sondern sorgen obendrein auch noch für flauschig weiche Wäsche. Jedoch stehen sie im Ruf, Stromfresser zu sein, die Stromrechnungen erheblich in die Höhe treiben, zudem störanfällig und teuer in der Anschaffung sind. Worauf ist beim Kauf eines Trockners zu achten, ohne in die Energiefalle zu laufen? Was sagt Stiftung Warentest dazu, und welche Vorteile bieten Wäschetrockner mit Wärmepumpe?

Foto: Bauknecht

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Günstige Wäschetrockner: Abluft raus ins Freie

Die Ablufttrockner haben einen klaren Vorteil gegenüber den Kondensationstrocknern – sie sind energiesparend und kostengünstig. Allerdings ist die Unterbringung eines Ablufttrockners kniffeliger. Denn er braucht, um die heiße und feuchte Luft ins Freie leiten zu können, ein Fenster oder ein Loch in der Wand seines Aufstellraumes. Dabei sollte der Abluft-Schlauch nicht geknickt werden und einen möglichst kurzen Weg haben. Der Aufstellraum des Ablufttrockners sollte gut durchlüftet sein, so dass der Trockner kalte Luft ziehen kann. Auch die Ablufttrockner sind in unterschiedlichen Energieeffizienzklassen erhältlich. So bietet der Whirlpool AWZ 3789 zu einem höheren Preis einen geringeren Energieverbrauch als der Bauknecht TA Pure 7 C, den es zu einem günstigeren Preis gibt.

Foto: Gorenje

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Praktische Wäschetrockner: Kondenswasser statt Abluft

Kondensationstrockner, oder auch Kondenstrockner oder Kondenser genannt, erfreuen sich besonderer Beliebtheit. Sie sind zwar wegen ihrem größeren Bauteilaufwand etwas anfälliger als die Ablufttrockner und der Kondensator, das Herzstück dieser Kategorie Wäschetrockner, benötigt regelmäßige Wartung. Sie verbrauchen mehr Energie und sind in der Anschaffung teurer. Doch sind sie unabhängiger vom Aufstellungsort, da sie keinen direkten Ausgang zu einem Fenster brauchen. Dies lässt sie flexibler an unterschiedliche Wohnungssituationen anpassen. Denn der Kondenstrockner verflüssigt mit Hilfe des Kondensators den Wasserdampf, der dann als Kondensat in einem Sammelbehälter aufgefangen wird. Auf diese Weise genügt eine Steckdose, um den Wäschetrockner in Betrieb zu nehmen. Der Sammelbehälter muss regelmäßig entleert werden, jedoch lässt sich das erzeugte Kondenswasser auch gut für den Gebrauch etwa von Dampfbügeleisen wiederverwerten. Inzwischen gibt es Kondenstrockner auch in der Energieeffizienzklasse A, allerdings muss der Käufer hier tiefer in die Tasche greifen. Der Wäschetrockner Bosch WTW 86560 hat einen deutlich geringeren Energieverbrauch als der finanziell günstigere Kondenstrockner von Gorenje D75225.

Foto: Brandt

Foto: Brandt

Platzsparende Wäschetrockner: Kombi oder Toplader

In vielen Wohnungen lässt sich nur schwer Platz für eine Waschmaschine finden. Wohin dann noch mit dem Trockner? Hier bieten sich zwei Alternativen an. Die Toplader-Modelle sparen eine Menge Platz und können auch in kleinen Haushalten gut untergebracht werden. Dabei muss nicht auf die üblichen Eigenschaften eines Wäschetrockners verzichtet werden, was Modelle wie der Toplader Blomberg TKT 5353 oder der Brandt ETE 6730DE zeigen. Bei einem Kombinationsgerät aus Waschmaschine und Trockner, einem sogenannten Waschtrockner, ist mit einem hohen Anschaffungspreis zu rechnen. Die Miele WT 2679 i WPM ist eine mögliche Platzspar-Alternative zu den Topladern. Abstriche müssen allerdings beim Komfort sowie beim Strom-/Wasserverbrauch gemacht werden. Ein Waschtrockner kann zum Beispiel fünf Kilogramm Wäsche reinigen, jedoch lässt sich bei vielen Modellen nur die Hälfte Wäsche zeitgleich trocknen, so dass mehrere Trockenvorgänge notwendig sind, was Energie und Zeit kostet.

Foto: AEG

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Energiesparende Wäschetrockner mit Wärmepumpe

Wäschetrockner stehen wegen ihrem hohen Stromverbrauch unter Kritik. Wer Wäschetrockner einsetzen und dennoch Strom sparen möchte, sollte auf die Energieeffizienzklasse des Gerätes achten. Die Energieeffizienzklasse A spart deutlich Strom. Geräte, die mit einer Wärmepumpe ausgestattet sind, sparen bis zu 40 Prozent Strom ein. Sie führen die Toplisten der Wäschetrockner an. Das unabhängige Verbraucherportal ecochoice platziert den Trockner Blomberg TKF 1350/A/S, den Miele T 7744C sowie den Siemens WT44E301 auf den ersten drei Plätzen der besten Trockner. Die Stiftung Warentest zeichnete diese Geräte mit der Endnote „gut“ aus. Auch das Unternehmen Bosch bietet mit seinem EcoLogixx 7 einen durch Wärmepumpen-Funktion energiesparenden Trockner an. Der AEG Öko-Lavatherm 59820 ist von bild.de als Energiesparer auch für größere Haushalte, dank seiner sieben Kilogramm Füllmengen-Kapazität, empfohlen. Der heiße Teil der Wärmepumpe heizt die Zuluft auf, während der kalte Teil der Pumpe die Feuchtigkeit der Abluft kondensiert. Wärmepumpen-Trockner sind aufgrund der verfeinerten, modernen Technik störungsanfälliger, teurer in der Anschaffung und die Zeit der Trocknung ist meist länger als bei herkömmlichen Trocknern.

Foto: Blomberg

Foto: Blomberg

Wäschetrockner Testsieger: Die besten Trockner im Stiftung Warentest Vergleich

Zum Anschaffungspreis von Wäschetrocknern summieren sich innerhalb weniger Jahre noch einmal Stromkosten in ähnlicher Höhe dazu. Stiftung Warentest überprüfte in ihrem Test die Energiesparrate von Wärmepumpen-Trocknern gegenüber klassischen Kondenstrocknern und kam zu dem Test-Fazit, dass Wärmepumpen-Trockner bis zu 40 Prozent Strom sparen können. Als Testsieger gingen der Miele Softtronic T 7744 C und der Blomberg TKF 1350 mit der Test-Note “Gut” hervor, dicht gefolgt von dem Trockner Bosch WTE 84301, der die Stifung Warentest Note 2,2 erhielt.

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Kommentare

7 Kommentare zu “Ratgeber Wäschetrockner: Mit Wärmepumpe zum Energiesparen”

  1. liebscher am 30. Dez 2009 um 18:48

    Die Kondenstrockner mit der Energieeffiz. A + B unterscheiden sich durch energieeinsparung von ..% .Gibt es eine Berechnung , in welcher Zeitspanne die Energieeinsp. gegenüber dem beachtlichen (!) Mehrpreis ausgeglichen ist ? Wie ist die höhere störanfäligkeit und längere Trockenzeit einzuordnen? Haben die beiden Typen gleichermaßen eine sogen. Knitterschutz zu bieten oder nur die Klase A ?

  2. Flo am 05. Jan 2010 um 18:12

    Also wenn man mal rechnet das ein Trockner Effiziensklasse A ca. 2,5KW/h für die trocknung braucht und ein Effiziensklasse B Gerät ca. 4KW/h kommt man auf einen Unterschied von ca. 1,5KW/h.
    Dies zu einem angenommenen KW/h Preis von sagen wir mal 17Cent ergibt 25,5Cent unterschied pro Trocknun. Wenn das gerät z.B. 350€ mehrkostet müsste mann also 350€/0,255€=1372,5 Trockendurchläufe machen bis man bei +/- Null ist.
    Man geht durchschnittlich von 220 Trocknungen im Jahr aus bei einer Normalen Familie. Also würde es sich nach ca. 6Jahren und 2Monaten rentiern. Wobei die Frage ist ob das Gerät solange hält.

  3. Helga am 02. Feb 2010 um 16:43

    Ich habe seit 09/08 einen Siemens WT590 mit Wärmepumpe und bin damit überhaupt nicht zufrieden. Der Trockner riecht extrem modrig, auch die erste Ladung Wäsche riecht sehr schlecht. Es wurde auch schon die Pumpe ausgewechselt, eine neue Software draufgespielt, ein zweites Flusennetz eingebaut – geändert hat sich nichts. Jetzt wurde noch einmal die Pumpe ausgebaut und genau überprüft – war genauso ein Flop. Es stinkt weiter. In meinen Augen ist dieser Trockner eine Fehlkonstruktion, d.h Kondenswasser und Flusen vermischen sich, bleiben in der Wanne liegen und fangen dann an zu modern.
    Ich bin am Ende meines Lateins und würde am liebsten die Maschine zurück geben.

  4. ernst am 02. Mrz 2010 um 19:24

    Wie muss man rechnen?
    Der Energieverbrauch wird ja in kWh angegeben.
    Der neue Siemens benötigt 1,35 kWh und braucht 112 Minuten.
    Wenn ich das mit der Zeit multipliziere, ergibt das 2,52 kW pro Ladung.

    Herkömmliche Kondensationstrockner benötigen aber eine kürzere Zeit.

    Muss ich nun bei der Berechnung immer die Trocknungsdauer mit einbeziehen oder sind die Angaben kWh für eine durchschnittliche Trocknung gedacht?

  5. Jens-Uwe am 15. Mrz 2010 um 16:59

    wäschetrockner mit wärmepumpe sind auf jeden fall eine super sinnvolle erfindung. seit ich einen habe (nicht mehr den alten kondenstrockner) verbrauche ich deutlich weniger strom, möchte ich behaupten!

  6. Nutzer am 19. Aug 2010 um 14:52

    Normale Trockner halten etwa 1600 Trocknungen lang. (Es gibt auch welche mit sehr langer Lebensdauer, darauf wird dann wohl aber gesondert hingewiesen)
    Soll heissen wenn du 1-2 Mal die Woche trocknest hast du eine Lebensdauer von bis zu 20 Jahren.
    wenn du 6 Mal die Woche trocknest dann halt nur knapp 6 Jahre.

    Die Gesamtersparnis über die Jahre hinweg bekommst du also aus 0,255 *1600= 408 E.

    Es sei denn der Strompreis steigt, dann ist es natürlich mehr. Wer seinen Trockner auch so nur selten benutzt für den lohnt sich so eine Anschaffung schon.. ;)

  7. hook am 30. Okt 2010 um 15:22

    Zitat:
    “Der Energieverbrauch wird ja in kWh angegeben.
    Der neue Siemens benötigt 1,35 kWh und braucht 112 Minuten.
    Wenn ich das mit der Zeit multipliziere, ergibt das 2,52 kW pro Ladung.”

    Das ist natürlich totaler Quatsch! Der Verbrauch über alles ist 1,35 kWh, was eine ENERGIE-Angabe ist, während kW eine LEISTUNGS-Angabe (Arbeit pro Zeit) ist. Wenn der Trocker in 112min 1,35 kWh Energie umsetzt, dann hat er eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von 1,35 kWh/1.86h = 720 W, also etwa so viel wie eine Kaffeemaschine.

    Warum nur bringen Leute immer Leistung und Energie/Arbeit durcheinander?
    kW = Leistung
    kW * h = kWh = Leistung mal Zeit = Energiemenge

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